Empathie mit und für alle Lebewesen Von Natur aus sind auch wir Menschen fühlende Wesen, und deshalb können wir mitfühlen, wie es einem misshandelten Tier ergeht, können spüren was es durchmacht. Das hat immense Auswirkungen auf unsere Psyche, die wir beachten können und aus der heraus wir auch intellektuell erkennen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um unsere Mitmenschen für das Thema Tierwohl anzuregen. Tierwohl ist auch Menschenwohl. Da wir Menschen aktiv denken und auch das Trauma begreifen, können wir doch auch nachvollziehen, dass Menschen durch diese schrecklichen Zustände in der Tierhaltung emotional heftige Auswirkungen erleben. Ein Kind, das sich an einem Lamm erfreut wird auch spüren, wie es dem Lamm ergeht wenn es brutal geschlachtet wird oder Tiere sieht die Durst leiden, eingepfercht sind und noch vieles mehr. Doch macht dies vor uns Erwachsenen halt? Sicher nicht, denn wir haben höchstens die intellektuelle Macht es zu verdrängen und/oder sogar sachlich zu rechtfertigen. Religionen haben einen großen Anteil daran, dass wir Menschen uns über alles erheben. Wir sind die Machtgierigen die jegliche Bindung zum Natürlichen verloren haben, die gerade jene Schöpfung zerstören, die in Religionen so gern gepriesen wird. Lasst uns wieder natürlich werden, lasst uns mitfühlen und erkennen, dass Tiere Mitlebewesen sind und keine Verfügungsmasse. Erschreckend ist ja auch, dass Tiere in unserer Gesetzgebung lediglich sächlich sind, also es sich nur um “Sachbeschädigung” handelt. Eine Arroganz leben wir da, die alles übersteigt was die Vernunft begreifen kann. Sensibilität für Tiere bedeutet auch, die Fähigkeit des Mitfühlens mit Menschen ohne intellektuelle Argumentation, eine rein natürliche Sensitivität, die förderlich ist für alle Tiere, nicht nur für die zum Kuscheln, sondern auch für die zum Essen, zu begreifen. Die Unterscheidung zwischen beiden ist humanistisch anerzogen und deshalb rein intellektueller Natur. Wir lieben die Tiere die aus der Dose leben ohne uns zu fragen, welche Tiere dafür in die Dose kommen. Empathie mit und für Tiere ist eine natürliche Veranlagung, die alle Menschen in sich tragen, sie wurde uns abtrainiert, abgewöhnt oder einfach optruiert. Bitte lasst uns wieder natürlich werden, für uns selbst, für unsere Kinder und Enkel, für alle Tiere und für die Natur, ohne die wir Menschen auch nicht überleben können. Liebe mit allen Menschen ist nur möglich, wenn wir auch die Liebe zu allen Tieren, Pflanzen und der Natur begreifen. Lasst uns bitte alle erwachsen sein und uns vernünftig um die Veränderung wirken. In jedem Menschen ist das Potenzial der Empathie, auch in Politikern, Wissenschaftlern, Wirtschaftsbossen, Theologen, in Allen. Wenn wir uns selbst begreifen, werden wir auch diese Menschen nach und nach erreichen, sie anregen und in die Umkehrung einladen. Als Menschheit durchleben wir eine furchtbare Verrohung in der Gesellschaft, noch leben wir sie in unserer zivilisierten Welt mehr über Tiere aus, doch da wo es über Kriege und menschenverachtende Vorgehensweisen ausgelebt wird, waren wir hier in Europa auch schon. Wenn wir auf ein Tierkind schauen, schauen wir auch auf ein Menschenkind. Es ist dasselbe Fühlen und unterscheidet sich lediglich intellektuell. Mit einem alten Menschen haben wir teilweise noch Mitgefühl, mit einem alten Tier den Gnadentod. Soll das unsere Zukunft werden? Soll das einen wirklichen Sinn ergeben? Wofür also engagieren wir uns? Für eine bessere Welt etwa? Niemals, wir engagieren uns für eine natürliches Miteinander, und wir Menschen sind verpflichtet das Umzukehren was wir angerichtet haben. Peter Josef Hinger
“Vegane Depression” Quelle: Dansk Vegetarisk Forening DVF & Übersetzung von Vivian Kate Wichmann
Peter Josef Hinger
Wir lieben die Tiere, die aus der Dose leben ohne uns zu fragen, welche Tiere dafür in die Dose kommen.
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